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Hintergrundwissen für Pädagogen

Die heutige Zeit bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen viele Möglichkeiten, aber auch manche Herausforderung. Diese Möglichkeiten sind beispielsweise, schnelle Informationen durch die Medien, eine große Technisierung, ständige Erreichbarkeit durch das Handy und schnelles Agieren. Auch ein gutes und schnelles Verkehrsnetz unterstützt das geforderte schnelle Handeln.

Diese Möglichkeiten bringen aber auch neue Herausforderungen mit sich. Die Schnelligkeit nimmt uns die Chance nachzudenken und in Ruhe zu handeln. Die ständige Erreichbarkeit (z.B. Handy u. Internet) erzeugt möglichen Druck und sofortiges Reagieren. Die Vielzahl von Informationen kann uns überfordern, so dass kein zielorientiertes Arbeiten mehr möglich ist.

Die vielen Hilfs- und Fortbewegungsmittel sind einerseits eine große Unterstützung, führen aber anderseits dazu, dass wir uns einseitiger und weniger bewegen.

Im Alltag der Kinder stellen sich diese Herausforderungen so dar: einseitige Sinnesnutzung im medialen Bereich, erheblicher Mangel an verschiedenen Bewegungsformen, weniger Zeit für Ruhephasen u.s.w.

An dieser Stelle halte ich die Kinesiologie für eine gute Unterstützung. Die Kinesiologie kann viele Methoden bieten, sich diesen Herausforderungen zu stellen, anzupassen, positiv zu nutzen und sich wohl zu fühlen.

In meiner Tätigkeit mit Kindern und Jugendlichen in Kitas und Schulen nutze ich dafür Brain Gym®. Dies ist ein Teil der Kinesiologie und beinhaltet 26 Übungen, die den Körper auf verschiedenste Weise unterstützen kann.

Ich möchte anhand von ein paar Beispielen die Einsatzmöglichkeiten von Brain Gym® verdeutlichen.

In der Grundschule gibt es einen wichtigen Handlungsbereich, wo die Kinder aktiv werden müssen.

Das ist der Nahbereich vor ihrem Körper, wo sie schreiben, lesen und zahlreiche schulische Aufgaben bewältigen. Für die Erfüllung dieser Aufgaben sind viele körperliche Fähigkeiten erforderlich.

Die Feinmotorik ist sehr wichtig, um eine gute Stifthaltung zu entwickeln und fließende Bewegungen beim Schreiben ausführen zu können.

Die Augenkoordination ist z.B. für das Erlernen des Lesens und des Schreibens notwendig.

Die Zusammenarbeit von der Hand und dem Auge ist entscheidend für die vielen schriftlichen Aufgaben, die in der Schule anfallen.

Für diese beschriebenen Herausforderungen gibt es im Brain Gym® verschiedene Übungen, die genau diese und weitere Fähigkeiten fördern: z.B. malen die Kinder eine „liegende Acht“ mit einigen Wiederholungen. Sie bewegen die Hand fließend und folgen mit den Augen den Schwüngen der Hand.

Der schon erwähnte Nahbereich bietet weitere körperliche Herausforderungen. Die Kinder müssen über ihre Körpermitte hinaus agieren. Für das Schreiben zum Beispiel greift das Kind über seine Körpermitte und beginnt im Heft auf der linken Seite, um dann nach rechts bis zur anderen Seite zu schreiben. Manchen Menschen fällt das Überkreuzen der Körpermitte schwer. Als Unterstützung für diese Aufgabe bieten sich zahlreiche Übungen an, die das Überqueren der Körpermitte unterstützen können z.B. die Überkreuzbewegung. Bei dieser Übung berührt man mit der rechten Hand das linke Knie und umgekehrt.

Die linke und die rechte Körperhälfte und Gehirnhälften sind gleichzeitig aktiv und das Überqueren der Körpermitte wird bei der Übung gefördert.

Ein weiterer Bereich der mit Brain Gym® angesprochen wird, sind Längungsbewegungen. Kinder die viel sitzende Tätigkeiten ausführen, z.B.  im Schulalltag, bei den Hausaufgaben und in der Freizeit bei Computeraktivitäten, haben wenig Ausgleich durch körperliche Bewegung. Durch diesen Bewegungsmangel können Anspannungen entstehen und die Beweglichkeit leidet darunter. Die Längungsbewegungen aus dem Brain Gym® können eine Entspannung des Oberkörpers (Schulter/Nacken) unterstützen. Bei der Übung „Eule“ z.B. können der Nacken und die Schulter entspannen.

Dies ist nur ein kleiner Einblick über die 26 Übungen gewesen. Es gibt es im Brain Gym®  4 Bereiche die Unterstützungsmöglichkeit anbieten. Dies sind, Übungen des Mittellinienbereichs, die Energieübungen, Übungen zur positiven Einstellung und die Längungsbewegungen. Insgesamt können sie vielfältig im Alltag unterstützen, wie z.B. bei der Körperkoordination, beim Arbeiten in der Körpermitte, der Auge – Hand Koordination, Unterstützung des Wohlbefinden z.B. durch Energieübungen, Förderung der Lernbereitschaft und der Konzentration u.s.w.

Brain Gym® halte ich für absolut notwendig zur Unterstützung der Schulkinder. Da die Voraussetzungen für schulische Fähigkeiten im Vorfeld entwickelt und geübt werden müssen, bin ich der Auffassung das Vorschulkinder im Kitaalltag Brain Gym® erfahren sollten.

Viele Kinder haben diese Fähigkeiten bei Schuleintritt noch nicht. Das immer frühere Einschulen der Kinder und der spätere Druck von G8  bringt weitere Schwierigkeiten, weil die Kinder schneller und früher entsprechende Leistungen erbringen müssen.

Die Kita hat also die Aufgabe die Kinder auf den Übergang zur Grundschule vorzubereiten. Entwicklungsbedingt haben manche Kinder noch nicht die benötigten körperlichen Voraussetzungen dafür. Aus diesem Grunde ist es so wichtig im Vorschulalter entsprechende Möglichkeiten anzubieten.

Mit Brain Gym® kann man diese Bereiche schon präventiv fördern, damit sie körperlich bestmögliche Bedingungen (Lernbereitschaft) in den Schulalltag mitbringen können.

Meiner Erfahrung nach ist die Arbeit in der Kita sehr wertvoll, da die Kinder sehr gezielt und mit viel Freude, sich Brain Gym® öffnen und es in ihren Alltag als Präventionsmethode integrieren können.

Wünschenswert wäre es, wenn ihnen Brain Gym® in der Grundschule auch begegnet und vielleicht sogar nochmal in Form eines Projektes in der weiterführenden Schule aktiviert wird.

Ehrenamtlich bin ich in einer Gesamtschule tätig und mache Brain Gym® in der 5. und 6. Klasse.

Es ist sehr interessant die Kinder in so unterschiedlichen Altersgruppen zu erleben. Meiner Erfahrung nach, ist es aber ein großer Vorteil, wenn die Kinder früh lernen für sich selbst Verantwortung zu übernehmen und für ihr Wohlbefinden sorgen können.

Da ich die Methode als sehr wertvoll empfinde, ist es mir wichtig, dass sie alltäglich in Kitas und Grundschulen eingesetzt wird. Ich erhoffe mir dadurch, dass die Kinder mehr Möglichkeiten zur Selbsthilfe für sich nutzen, ihr Potenzial hervorholen und Herausforderungen bewältigen können.

 

 

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© Yvonne Tschuschke